Vor 3 Wochen haben Thomas und ich unsere Fussballmanschaft nach Kisumu zu einem Freundschaftsturnier begleitet. Dieses Turnier sollte dem sehr jungen und teilweise unerfahrenem Team einen realistischen Einblick auf die kommende Saison geben, die am 19. Maerz beginnt. Fuer dieses Turnier kauften wir dem Team ein neues Paar Torwarthandschuhe, da die alten komplett durchloechert und unbrauchbar waren.
Der Bau der Zisterne macht sehr grosse Fortschritte.40 Zementsaecke,Balast und der Sand wurden kurz vor unserer Abfahft geliefert und ein neues Team von Arbeitern hat das Metallgeruest fuer den Tank bereits errichtet. Jetzt muss die Zisterne nur noch vor der Regenzeit mit Zement ausgegossen und an die Leitungen angeschlossen werden. Dann haben wir endlich fliessend Wasser auf dem Parish.
Unsere Taubstummenlehrerin Rosemary beherbergt neben ihren eigenen Kindern auch einige Waisenkinder, die sie sich bei ihrem Gehalt eigentlich nicht leisten kann. Deshalb habe Ich sie mit 50 Euro unterstuetzt, sodass sie das Schulgeld ihres aeltesten Waisenkindes bezahlen kann.
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Montag, 28. Februar 2011
Freitag, 18. Februar 2011
ZISTERNE
Es gibt wieder Neues zu berichten.
Wie ich bereits schon berichtet habe, haben wir in Sega kein fließendes Wasser, nur
ein Bohrloch mit einer Pumpe, an dem wir unser Wasser holen.
Thomas und ich haben uns einen 100 l Wassertank gekauft, den wir knapp 2x in der Woche auffüllen müssen. Dieses Wasser ist zum Duschen, Wäsche waschen und für die Toilette.
Alle, die auf dem Parish leben und arbeiten, müssen sich so das Wasser holen. Besonders für Juma, den Koch, und Eric ist es sehr mühsam, da sie viel Wasser in der Küche und für die Tiere brauchen.
Mitte Januar habe ich in Kisumu eine elektrische Pumpe gekauft, um das Grundwasser in einen großen Tank zu pumpen, und es von dort über verschiedene Wasserleitungen in die Häuser zu verteilen.. Das geht so leider nicht, denn. in Sega gibt es nur 5 Regenmonate und durch die vielen Bohrlöcher ist der Grundwasserspiegel immer mehr abgefallen..
Wasser ist sehr knapp und viele armen Familien kommen auf den Parish und fragen nach Wasser und Father Lawrence kann ihnen diesen Wunsch nicht abschlagen..
Jetzt in der Trockenzeit ist es besonders schlimm, wir haben vorhin nur 3,5 Eimer je 10 l Wasser pumpen können
Doch ab Mitte März wird es eine Lösung für unser Wasserproblem geben, denn wir bauen jetzt eine große Zisterne, die mit dem Wasser des Kirchendaches gespeist wird. Das Kirchendach ist sehr groß und verfügt über Regenrinnen, sodass wir nur noch die Regenrohre mit dem Tank verbinden müssen. Ein Team von 3 Männern hat innerhalb von 10 Tagen eine kreisförmige, 3m tiefe und 8m breite Grube mit Schüppe und Beil ausgehoben. Jetzt wird im Laufe der nächsten Woche die Grube mit einem speziellen wasserfesten Zement verkleidet und Wasserleitungen und die elektrische Pumpe installiert. Während der Regenzeit können wir so weit über 50.000 Liter Wasser speichern, ein Segen für die Trockenzeit.
Fotos von dem Bohrloch findet Ihr unten auf meiner Seite
Den Hühnern und dem Hahn unserer Chickenfarm geht es gut: Sie werden immer größer, und sind hoffentlich bald bereit, Eier zu legen..
Wir haben jetzt jeden Tag Fußballtraining, denn der Trainer der Mädchenfußballmannschaft ist sehr ehrgeizig geworden.. Der Fußballplatz ist uneben und staubig und auch an einigen Stellen steinig. Beim Laufen staubt es gewaltig und man sehnt sich nach dem alten Ascheplatz vom TUS Mondorf zurück. Tore mit Netzen gibt es nicht, nur Stäbe, die das Tor markieren. Die Mädchen, zwischen 14 und 18 Jahren alt, sind begeistert dabei. Es gibt einige recht gute Spielerinnen in der Mannschaft und der Trainer hofft, dass sie ihren 2. Platz in der kenianischen Liga vom letzten Jahr noch steigern können. Viele Spielerinnen haben kein Geld für Schuhe und spielen barfuß, ich bewundere es jedes Mal.
Im Kindergarten ist viel los. Wir haben jetzt 70 Kinder, alle in einer kleinen Halle – sehr laut-, mit einer Lehrerin; eine zweite Lehrerin wird erst ab 80 Kinder eingestellt. Wir helfen oft und haben schon einige Ideen eingebracht. In der letzten Woche haben wir jedes Kind fotografiert, und die Fotos dann im Kindergarten aufgehängt. Jetzt sehen die Wände schon schöner aus und die Kinder sind stolz über ihre Fotos.
Ich freue mich auf den Besuch meiner Eltern und das Zwischenseminar aller FSJler in Tansania. Mitte März werde ich wieder schreiben und kann Euch hoffentlich berichten, dass die Zisterne fertig gestellt ist..
Wie ich bereits schon berichtet habe, haben wir in Sega kein fließendes Wasser, nur
ein Bohrloch mit einer Pumpe, an dem wir unser Wasser holen.
Thomas und ich haben uns einen 100 l Wassertank gekauft, den wir knapp 2x in der Woche auffüllen müssen. Dieses Wasser ist zum Duschen, Wäsche waschen und für die Toilette.
Alle, die auf dem Parish leben und arbeiten, müssen sich so das Wasser holen. Besonders für Juma, den Koch, und Eric ist es sehr mühsam, da sie viel Wasser in der Küche und für die Tiere brauchen.
Mitte Januar habe ich in Kisumu eine elektrische Pumpe gekauft, um das Grundwasser in einen großen Tank zu pumpen, und es von dort über verschiedene Wasserleitungen in die Häuser zu verteilen.. Das geht so leider nicht, denn. in Sega gibt es nur 5 Regenmonate und durch die vielen Bohrlöcher ist der Grundwasserspiegel immer mehr abgefallen..
Wasser ist sehr knapp und viele armen Familien kommen auf den Parish und fragen nach Wasser und Father Lawrence kann ihnen diesen Wunsch nicht abschlagen..
Jetzt in der Trockenzeit ist es besonders schlimm, wir haben vorhin nur 3,5 Eimer je 10 l Wasser pumpen können
Doch ab Mitte März wird es eine Lösung für unser Wasserproblem geben, denn wir bauen jetzt eine große Zisterne, die mit dem Wasser des Kirchendaches gespeist wird. Das Kirchendach ist sehr groß und verfügt über Regenrinnen, sodass wir nur noch die Regenrohre mit dem Tank verbinden müssen. Ein Team von 3 Männern hat innerhalb von 10 Tagen eine kreisförmige, 3m tiefe und 8m breite Grube mit Schüppe und Beil ausgehoben. Jetzt wird im Laufe der nächsten Woche die Grube mit einem speziellen wasserfesten Zement verkleidet und Wasserleitungen und die elektrische Pumpe installiert. Während der Regenzeit können wir so weit über 50.000 Liter Wasser speichern, ein Segen für die Trockenzeit.
Fotos von dem Bohrloch findet Ihr unten auf meiner Seite
Den Hühnern und dem Hahn unserer Chickenfarm geht es gut: Sie werden immer größer, und sind hoffentlich bald bereit, Eier zu legen..
Wir haben jetzt jeden Tag Fußballtraining, denn der Trainer der Mädchenfußballmannschaft ist sehr ehrgeizig geworden.. Der Fußballplatz ist uneben und staubig und auch an einigen Stellen steinig. Beim Laufen staubt es gewaltig und man sehnt sich nach dem alten Ascheplatz vom TUS Mondorf zurück. Tore mit Netzen gibt es nicht, nur Stäbe, die das Tor markieren. Die Mädchen, zwischen 14 und 18 Jahren alt, sind begeistert dabei. Es gibt einige recht gute Spielerinnen in der Mannschaft und der Trainer hofft, dass sie ihren 2. Platz in der kenianischen Liga vom letzten Jahr noch steigern können. Viele Spielerinnen haben kein Geld für Schuhe und spielen barfuß, ich bewundere es jedes Mal.
Im Kindergarten ist viel los. Wir haben jetzt 70 Kinder, alle in einer kleinen Halle – sehr laut-, mit einer Lehrerin; eine zweite Lehrerin wird erst ab 80 Kinder eingestellt. Wir helfen oft und haben schon einige Ideen eingebracht. In der letzten Woche haben wir jedes Kind fotografiert, und die Fotos dann im Kindergarten aufgehängt. Jetzt sehen die Wände schon schöner aus und die Kinder sind stolz über ihre Fotos.
Ich freue mich auf den Besuch meiner Eltern und das Zwischenseminar aller FSJler in Tansania. Mitte März werde ich wieder schreiben und kann Euch hoffentlich berichten, dass die Zisterne fertig gestellt ist..
Montag, 17. Januar 2011
Am Sonntag sind Thomas und ich von einer sehr schönen zweiwöchigen Rundreise durch Kenia, die wir mit Thomas Eltern und seinem Bruder Christian unternehmen konnten, zurückgekommen. Wir wurden herzlich auf dem Parish begrüßt.
In diesen 2 Wochen hat sich einiges auf unserem Parish getan.
Schon im November fing Father Lawrence an, 2 von den 3 leer stehenden Hallen auf dem Parish zu renovieren. Die größere Halle wird heute als Veranstaltungsraum benutzt und steht den Christen der Gemeinde kostenlos zur Verfügung.
Eine der kleineren Hallen sollte eigentlich zu einem Schlafsaal für Gruppen umgestaltet werden, doch Lawrence entschied sich, aufgrund der mangelnden Kindergartenplätze und der hohen Geburtenrate dieses Gebäude zu einem privaten Kindergarten umzubauen.
Schon in der ersten Woche haben Eltern insgesamt 62 Kinder angemeldet, jedoch wird diese Zahl weiterhin wachsen.
Die Kinder sind zwischen 3 und 7 Jahre alt und müssen im Monat umgerechnet 2 Euro bezahlen. Von dem Geld wird der tägliche Getreidebrei und das Gehalt der Lehrerin Monica finanziert.
Die Nachfrage an Hilfe ist groß, so werden Thomas und Ich in Zukunft in dem neuen Kindergarten mitarbeiten. Da der Raum für 62 Kinder zu klein ist, werden wir den Veranstaltungsraum zuerst einmal mitbenutzen.
Thomas und Ich haben Lawrence natürlich versprochen, dieses Projekt zu unterstützen und ihm bei der Planung eines kleinen Spielplatzes (eine Schaukel und vielleicht eine Wippe) und bei der Gestaltung der Innenräume zu helfen.
Über weitere Fortschritte werde ich bald informieren.
In diesen 2 Wochen hat sich einiges auf unserem Parish getan.
Schon im November fing Father Lawrence an, 2 von den 3 leer stehenden Hallen auf dem Parish zu renovieren. Die größere Halle wird heute als Veranstaltungsraum benutzt und steht den Christen der Gemeinde kostenlos zur Verfügung.
Eine der kleineren Hallen sollte eigentlich zu einem Schlafsaal für Gruppen umgestaltet werden, doch Lawrence entschied sich, aufgrund der mangelnden Kindergartenplätze und der hohen Geburtenrate dieses Gebäude zu einem privaten Kindergarten umzubauen.
Schon in der ersten Woche haben Eltern insgesamt 62 Kinder angemeldet, jedoch wird diese Zahl weiterhin wachsen.
Die Kinder sind zwischen 3 und 7 Jahre alt und müssen im Monat umgerechnet 2 Euro bezahlen. Von dem Geld wird der tägliche Getreidebrei und das Gehalt der Lehrerin Monica finanziert.
Die Nachfrage an Hilfe ist groß, so werden Thomas und Ich in Zukunft in dem neuen Kindergarten mitarbeiten. Da der Raum für 62 Kinder zu klein ist, werden wir den Veranstaltungsraum zuerst einmal mitbenutzen.
Thomas und Ich haben Lawrence natürlich versprochen, dieses Projekt zu unterstützen und ihm bei der Planung eines kleinen Spielplatzes (eine Schaukel und vielleicht eine Wippe) und bei der Gestaltung der Innenräume zu helfen.
Über weitere Fortschritte werde ich bald informieren.
Montag, 10. Januar 2011
Auf Grund von technischen Problemen und diversen Stromausfällen kommt dieser Bericht sehr verspätet.
Weihlnachten bei 35 Grad,
nicht kalt und verschneit und nicht mit reich geschmückten Schaufenstern und Häusern, wie jetzt bei Euch in der Heimat.
Das einzig europäisch Weihnachtliche sind die überteuerten Plastiktannenbäume aus China, die man in Kisumu kaufen kann.
Weihnachten wird hier, wie in Deutschland, mit der Familie gefeiert. Am 24.12. gehen die Menschen abends und am 25.12. morgens in die heilige Messe. Besonders der erste Weihnachtstag soll hier ein sehr fröhlicher Tag sein. Man trifft sich nach der Messe in Restaurants, Bars und Clubs und feiert zusammen fröhlich und ausgelassen, wie wir an Karneval, nur bei 35 Grad.
Damit auch die ärmeren Familien der Gemeinde Weihnachten nicht hungern müssen und ihren Kindern ein schöneres Weihnachtsfest bereitenkönnen, beschlossen Thomas und ich von unsren Spendengeldern eine Lebensmittelvergabe für diese Bedürftigen zu Weihnachten zu organisieren.
Father Lawrence fand die Idee sehr gut und lud am Ende der Sonntagsmesse zum 4. Advent alle armen Christen zuunserer Essensverteilung ein.
Wir haben zusammen_ mit unserem Koch Yuma und Father Lawrence überlegt, welche Lebensmittel wir am besten verteilen können.Schnell einigten wir uns auf Reis, Mehl, Öl und Zucker. Mit diesen Grundnahrungsmitteln kann man die leckeren und nahrhaften Hauptspeisen der LUOS, Chapati, Ugali und Mandasissehr gut zubereiten..
Direkt am Montag fuhren wir nach Busia, um diese Lebensmittel zu kaufen.Da laut Lawrence knapp 50 Leute kommen sollten, kauften wir in Busia 20kg Zucker, 50 kg Reis und 50 Packungen a 500ml Öl, Mehl kauften wir in 1 Kilogramm Pakten in Sega ein.
Am Dienstagmorgen beschlagnahmten wir mit unseren Lebensmitteln den Gemeinderaum. Wir portionierten den Reis und den Zucker in vorbereitete Tüten und stellten die Lebensmittelpakete zusammen.
Nach der Messe bildete sich sofort eine kleine Menschentraube e vor unserem Commonroom, doch mit der Zeit kamen immer mehr Menschen. Schauten wir anfangs in ca. 25 hungrige Gesichter, so wuchs die Schlange der Wartenden rasch. Jede Person bekam ca. 300g Zucker, 1kg Mehl, 500g Öl und 1kg Reis.
Unsere Aktion sprach sich sehr schnell im Dorf herum, sodass wir zwischendurch im örtlichen Supermarkt noch Nachschub kaufen mussten Insgesamt konnten wir an mehr als 60 Personen ein Lebensmittelpaket ausgeben. Insgesamt verteilten wir 60 kg Mehl, 55kg Reis, 20 Kg Zucker und 60 Packungen Öl.
Die meisten der Leute waren sehr dankbar für das Essen. Sie freuten sich sehr, da wir ihnen eine richtige Mahlzeit für die Weihnachtstage ermöglichen konnten. An ihr dankbares, freundliches und frohes Lächeln werden wir uns noch lange erinnern.
_M anche Mütter versuchten sogar 2 mal an eine Spende zu kommen, indem sie noch mal ihre Kinder schickten Lawrence hatte uns aber schon vorher darauf aufmerksam gemacht, so dass Thomas und ich die Kinder leider wieder wegschicken mussten, Das Essen hätte sonst nicht für alle Familien gereicht.
Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf die heiligen Messen Heiligabend und am 1. Weihnachtstag in unserer Kirche. Das wird bestimmt ein Erlebnis werden. Ob die Stimmung noch ausgelassener sein wird oder gar festlicher?
Und noch ein freudiges Ereignis kommt auf Thomas und mich zu. Thomas Eltern und sein Bruder kommen uns über Weihnachten besuchen und bringen so ein wenig „deutsche“ Weihnachten mit nach Afrika.
Ich wünsche allen zu Hause ein fröhliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2011!
Weihlnachten bei 35 Grad,
nicht kalt und verschneit und nicht mit reich geschmückten Schaufenstern und Häusern, wie jetzt bei Euch in der Heimat.
Das einzig europäisch Weihnachtliche sind die überteuerten Plastiktannenbäume aus China, die man in Kisumu kaufen kann.
Weihnachten wird hier, wie in Deutschland, mit der Familie gefeiert. Am 24.12. gehen die Menschen abends und am 25.12. morgens in die heilige Messe. Besonders der erste Weihnachtstag soll hier ein sehr fröhlicher Tag sein. Man trifft sich nach der Messe in Restaurants, Bars und Clubs und feiert zusammen fröhlich und ausgelassen, wie wir an Karneval, nur bei 35 Grad.
Damit auch die ärmeren Familien der Gemeinde Weihnachten nicht hungern müssen und ihren Kindern ein schöneres Weihnachtsfest bereitenkönnen, beschlossen Thomas und ich von unsren Spendengeldern eine Lebensmittelvergabe für diese Bedürftigen zu Weihnachten zu organisieren.
Father Lawrence fand die Idee sehr gut und lud am Ende der Sonntagsmesse zum 4. Advent alle armen Christen zuunserer Essensverteilung ein.
Wir haben zusammen_ mit unserem Koch Yuma und Father Lawrence überlegt, welche Lebensmittel wir am besten verteilen können.Schnell einigten wir uns auf Reis, Mehl, Öl und Zucker. Mit diesen Grundnahrungsmitteln kann man die leckeren und nahrhaften Hauptspeisen der LUOS, Chapati, Ugali und Mandasissehr gut zubereiten..
Direkt am Montag fuhren wir nach Busia, um diese Lebensmittel zu kaufen.Da laut Lawrence knapp 50 Leute kommen sollten, kauften wir in Busia 20kg Zucker, 50 kg Reis und 50 Packungen a 500ml Öl, Mehl kauften wir in 1 Kilogramm Pakten in Sega ein.
Am Dienstagmorgen beschlagnahmten wir mit unseren Lebensmitteln den Gemeinderaum. Wir portionierten den Reis und den Zucker in vorbereitete Tüten und stellten die Lebensmittelpakete zusammen.
Nach der Messe bildete sich sofort eine kleine Menschentraube e vor unserem Commonroom, doch mit der Zeit kamen immer mehr Menschen. Schauten wir anfangs in ca. 25 hungrige Gesichter, so wuchs die Schlange der Wartenden rasch. Jede Person bekam ca. 300g Zucker, 1kg Mehl, 500g Öl und 1kg Reis.
Unsere Aktion sprach sich sehr schnell im Dorf herum, sodass wir zwischendurch im örtlichen Supermarkt noch Nachschub kaufen mussten Insgesamt konnten wir an mehr als 60 Personen ein Lebensmittelpaket ausgeben. Insgesamt verteilten wir 60 kg Mehl, 55kg Reis, 20 Kg Zucker und 60 Packungen Öl.
Die meisten der Leute waren sehr dankbar für das Essen. Sie freuten sich sehr, da wir ihnen eine richtige Mahlzeit für die Weihnachtstage ermöglichen konnten. An ihr dankbares, freundliches und frohes Lächeln werden wir uns noch lange erinnern.
_M anche Mütter versuchten sogar 2 mal an eine Spende zu kommen, indem sie noch mal ihre Kinder schickten Lawrence hatte uns aber schon vorher darauf aufmerksam gemacht, so dass Thomas und ich die Kinder leider wieder wegschicken mussten, Das Essen hätte sonst nicht für alle Familien gereicht.
Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf die heiligen Messen Heiligabend und am 1. Weihnachtstag in unserer Kirche. Das wird bestimmt ein Erlebnis werden. Ob die Stimmung noch ausgelassener sein wird oder gar festlicher?
Und noch ein freudiges Ereignis kommt auf Thomas und mich zu. Thomas Eltern und sein Bruder kommen uns über Weihnachten besuchen und bringen so ein wenig „deutsche“ Weihnachten mit nach Afrika.
Ich wünsche allen zu Hause ein fröhliches Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2011!
Mittwoch, 8. Dezember 2010
Montag, 29. November 2010
Die Chickenfarm
Seit letzter Woche Samstag ist unsere Chickenfarm endlich komplett fertig.
Der Bau des Projektes hat sehr viele anstrengende Stunden beansprucht.
Wir mussten Bäume fällen, viele Löcher ausheben, das Haus komplett ausbessern, einen Zaun installieren, Türen basteln, Zement mit den Händen anrühren und Strom verlegen.
Bei dieser Arbeit wurden wir von einem Zimmermann, einem Elektriker und Freunden unterstützt.
Am Samstag besorgte uns Georg, ein Farmer, für den wir arbeiten und der selbst eine Chickenfarm besitzt, 8 Hennen. Jetzt fehlt nur noch ein Hahn und die Impfungen für die Hühner.
Auf Grund der Größe des Stalls wollen wir dort noch viele Küken einziehen lassen.
Thomas und Ich haben unserem Father die Farm übergeben, der sich sehr darüber gefreut hat. Lawrence wird die Hühner und Eier an hilfsbedürftige Personen verteilen oder weiterverkaufen.
Produkte von der Kirche werden in Kenia sehr gerne von den Christen konsumiert, weil diese immer zu einem fairen Preis verkauft werden.
Weitere Fotos von der fertiggestellten Farm folgen.
Der Bau des Projektes hat sehr viele anstrengende Stunden beansprucht.
Wir mussten Bäume fällen, viele Löcher ausheben, das Haus komplett ausbessern, einen Zaun installieren, Türen basteln, Zement mit den Händen anrühren und Strom verlegen.
Bei dieser Arbeit wurden wir von einem Zimmermann, einem Elektriker und Freunden unterstützt.
Am Samstag besorgte uns Georg, ein Farmer, für den wir arbeiten und der selbst eine Chickenfarm besitzt, 8 Hennen. Jetzt fehlt nur noch ein Hahn und die Impfungen für die Hühner.
Auf Grund der Größe des Stalls wollen wir dort noch viele Küken einziehen lassen.
Thomas und Ich haben unserem Father die Farm übergeben, der sich sehr darüber gefreut hat. Lawrence wird die Hühner und Eier an hilfsbedürftige Personen verteilen oder weiterverkaufen.
Produkte von der Kirche werden in Kenia sehr gerne von den Christen konsumiert, weil diese immer zu einem fairen Preis verkauft werden.
Weitere Fotos von der fertiggestellten Farm folgen.
Montag, 8. November 2010
Ein typischer Montag:
Diesen Eintrag widme ich einem typischen Montag in unserem Leben in Sega. So kann man sich in Deutschland ein kleines Bild von unserer Arbeit machen.
Ein normaler Montag beginnt für mich zwischen 7 und halb 8 Uhr.
Nach dem Aufstehen gehe ich eine gute halbe Stunde laufen. Mittags wäre es dazu zu warm und zu staubig.
Ab 9 Uhr sind Thomas und ich bis zum Lunch im Krankenhaus. Dort sind wir für die Babys und die schwangeren Mütter zuständig. Wir wiegen Babys und Mütter, füllen die Impfpässe aus und bedienen die Kasse. Gegen halb 10 treffen die meisten Mütter im Krankenhaus ein. Viele von ihnen kommen aus den abgelegenen Dörfern und haben einen langen Fußmarsch hinter sich. Die Kinder werden alle mit einem breiten bunten Tuch auf den Rücken gebunden. Manche Mütter haben sogar einen Regenschirm, um ihr Kind vor der starken Mittagssonne zu schützen. Die Babys, die wir betreuen, sind bis zu einem Jahr alt. Thomas und mir ist aufgefallen, dass unsere afrikanischen Babys hier in Sega eigentlich normal schwer sind. So haben wir meistens Babys, die nach 4 Wochen schon 4 oder 5 kg wiegen. Wir hatten uns die Babys wesentlich leichter und auch zierlicher vorgestellt. Die Babys sind relativ gut und immer sehr warm angezogen. Die meisten Mütter haben jedoch kein Geld für Windeln und basteln sich provisorisch welche aus Handtüchern und Supermarkttüten. Wenn eine schwangere Mutter zu uns kommt, müssen wir in dem Impfheft des Kindes das Gewicht, die Adresse und weitere Angaben verzeichnen. Unter anderem fragen wir die Mutter, wie viele Kinder sie auf die Welt gebracht hat und wie viele jetzt noch leben, eine häufig ernüchternde Frage. Gerade sehr viele junge Mütter mit einer schlechten Ausbildung haben schon im Alter von 20 Jahren 3 Kinder, von denen jedoch nur noch 1 oder 2 leben.
Bei unser Arbeit werden wir von Sister Rose und Fred, einem Krankenpfleger, unterstützt.
Sie übersetzten für uns manchmal, holen das Wechselgeld ab und reden mit den Müttern, die das Geld für die Impfung nicht bezahlen können.
Bei Neugeborenen kostet eine Impfung 50ct, im weiteren dann 20ct. Im Krankenhaus ist immer sehr viel los, sodass wir keine richtige Pause haben.
Gegen 13 Uhr gehen wir wieder zurück zum Parish und essen meistens alleine oder mit Fred oder Lawrence Lunch. Montags gibt es immer Rice with Beans and Fruits.
Um 14 Uhr gibt Thomas Computerunterricht in der Polytechniques School.
Gegen 15 Uhr kommt Bill, ein kenianischer Freund, für eine Stunde zum Gewichtheben und Smalltalk zu mir,Am frühen Nachmittag machen Thomas und ich uns auf zum Fußballfeld. Unser Mädchenteam erwartet uns schon.
Das Fußballtraining muss man sich etwa so vorstellen. Nach einer Viertelstunde haben alle Mädchen ihre Socken und Schuhe an, wenn sie denn welche dabei haben, und sind bereit zum Trainieren. Das Training wird von ca. 50 kleinen Kindern begutachtet, die teilweise mitlaufen, mit unseren Bällen spielen und alle Bälle, die neben das Tor fliegen, sofort holen. Die Kinder haben dabei einen unglaublichen Spaß und streiten sich oft darum, wer den Ball zurückspielen darf. Am Anfang wurden wir pausenlos von einem "How are you, How are you Mzungu" während des Trainings begleitet, doch dies hat sich zum Glück gelegt.
Unser Trainingsplatz befindet sich auf dem Gelände der Primary School. Es ist einfach ein Acker mit 2 Toren, die kein Netz haben. Wir trainieren biskurz vor 18 Uhr, dann ist das Training vorbei. Die Mädchen sind geschafft aber froh und glücklich.
Thomas und ich gehen anschließend mit Viper noch eine kleine Runde in der kurzen Dämmerung spazieren. Wir lassen Viper immer auf einem Feld neben dem Parish frei laufenDort hat Viper auch schon mehrfach ihre Qualitäten als Schäferhund unter Beweis gestellt und die lokalen Schafe zusammengetrieben oder eine giftige Schlange gejagt. Die Kenianer haben immer noch einen erstaunlichen Respekt vor Viper und wechseln oft die Straßenseite, wenn wir mit ihr spazieren gehen.
20 Uhr ist Suppertime. Juma, unser Koch, richtet sich bei dem Essen oft nach einem Essensplan, den Thomas und ich ihm geschrieben haben. Manchmal kocht er noch ein paar extra Speisen. wie Ugali oder Sukuma für Fred und Lawrence.
Heute gab es Fried Chicken with self-made Chips, Sukuma, Tomato-Onion Salad and Fruits.
Wir sitzen nach dem Essen immer noch mit Lawrence und Fred zusammen und reden über Gott und die Welt und natürlich über anfallenden Arbeiten der nächsten Tage..
Fred und Lawrence sind wie ein altes, lustiges „Ehepaar“, und wir haben immer sehr viel Spaß mit beiden.
Ein Beitrag über den Besuch von Bischof Okoth wird bald folgen.
Ein normaler Montag beginnt für mich zwischen 7 und halb 8 Uhr.
Nach dem Aufstehen gehe ich eine gute halbe Stunde laufen. Mittags wäre es dazu zu warm und zu staubig.
Ab 9 Uhr sind Thomas und ich bis zum Lunch im Krankenhaus. Dort sind wir für die Babys und die schwangeren Mütter zuständig. Wir wiegen Babys und Mütter, füllen die Impfpässe aus und bedienen die Kasse. Gegen halb 10 treffen die meisten Mütter im Krankenhaus ein. Viele von ihnen kommen aus den abgelegenen Dörfern und haben einen langen Fußmarsch hinter sich. Die Kinder werden alle mit einem breiten bunten Tuch auf den Rücken gebunden. Manche Mütter haben sogar einen Regenschirm, um ihr Kind vor der starken Mittagssonne zu schützen. Die Babys, die wir betreuen, sind bis zu einem Jahr alt. Thomas und mir ist aufgefallen, dass unsere afrikanischen Babys hier in Sega eigentlich normal schwer sind. So haben wir meistens Babys, die nach 4 Wochen schon 4 oder 5 kg wiegen. Wir hatten uns die Babys wesentlich leichter und auch zierlicher vorgestellt. Die Babys sind relativ gut und immer sehr warm angezogen. Die meisten Mütter haben jedoch kein Geld für Windeln und basteln sich provisorisch welche aus Handtüchern und Supermarkttüten. Wenn eine schwangere Mutter zu uns kommt, müssen wir in dem Impfheft des Kindes das Gewicht, die Adresse und weitere Angaben verzeichnen. Unter anderem fragen wir die Mutter, wie viele Kinder sie auf die Welt gebracht hat und wie viele jetzt noch leben, eine häufig ernüchternde Frage. Gerade sehr viele junge Mütter mit einer schlechten Ausbildung haben schon im Alter von 20 Jahren 3 Kinder, von denen jedoch nur noch 1 oder 2 leben.
Bei unser Arbeit werden wir von Sister Rose und Fred, einem Krankenpfleger, unterstützt.
Sie übersetzten für uns manchmal, holen das Wechselgeld ab und reden mit den Müttern, die das Geld für die Impfung nicht bezahlen können.
Bei Neugeborenen kostet eine Impfung 50ct, im weiteren dann 20ct. Im Krankenhaus ist immer sehr viel los, sodass wir keine richtige Pause haben.
Gegen 13 Uhr gehen wir wieder zurück zum Parish und essen meistens alleine oder mit Fred oder Lawrence Lunch. Montags gibt es immer Rice with Beans and Fruits.
Um 14 Uhr gibt Thomas Computerunterricht in der Polytechniques School.
Gegen 15 Uhr kommt Bill, ein kenianischer Freund, für eine Stunde zum Gewichtheben und Smalltalk zu mir,Am frühen Nachmittag machen Thomas und ich uns auf zum Fußballfeld. Unser Mädchenteam erwartet uns schon.
Das Fußballtraining muss man sich etwa so vorstellen. Nach einer Viertelstunde haben alle Mädchen ihre Socken und Schuhe an, wenn sie denn welche dabei haben, und sind bereit zum Trainieren. Das Training wird von ca. 50 kleinen Kindern begutachtet, die teilweise mitlaufen, mit unseren Bällen spielen und alle Bälle, die neben das Tor fliegen, sofort holen. Die Kinder haben dabei einen unglaublichen Spaß und streiten sich oft darum, wer den Ball zurückspielen darf. Am Anfang wurden wir pausenlos von einem "How are you, How are you Mzungu" während des Trainings begleitet, doch dies hat sich zum Glück gelegt.
Unser Trainingsplatz befindet sich auf dem Gelände der Primary School. Es ist einfach ein Acker mit 2 Toren, die kein Netz haben. Wir trainieren biskurz vor 18 Uhr, dann ist das Training vorbei. Die Mädchen sind geschafft aber froh und glücklich.
Thomas und ich gehen anschließend mit Viper noch eine kleine Runde in der kurzen Dämmerung spazieren. Wir lassen Viper immer auf einem Feld neben dem Parish frei laufenDort hat Viper auch schon mehrfach ihre Qualitäten als Schäferhund unter Beweis gestellt und die lokalen Schafe zusammengetrieben oder eine giftige Schlange gejagt. Die Kenianer haben immer noch einen erstaunlichen Respekt vor Viper und wechseln oft die Straßenseite, wenn wir mit ihr spazieren gehen.
20 Uhr ist Suppertime. Juma, unser Koch, richtet sich bei dem Essen oft nach einem Essensplan, den Thomas und ich ihm geschrieben haben. Manchmal kocht er noch ein paar extra Speisen. wie Ugali oder Sukuma für Fred und Lawrence.
Heute gab es Fried Chicken with self-made Chips, Sukuma, Tomato-Onion Salad and Fruits.
Wir sitzen nach dem Essen immer noch mit Lawrence und Fred zusammen und reden über Gott und die Welt und natürlich über anfallenden Arbeiten der nächsten Tage..
Fred und Lawrence sind wie ein altes, lustiges „Ehepaar“, und wir haben immer sehr viel Spaß mit beiden.
Ein Beitrag über den Besuch von Bischof Okoth wird bald folgen.
Sonntag, 17. Oktober 2010
NINA´S DEAFSCHOOL OPENING SYAYA
Am Freitag sind Thomas und Ich mit den Deafs zu der Eröffnung der Ninas Deafschool in Syaya gefahren. Rosemary hatte einen "Van" der Sega Sec Girls School organisiert der uns insgesamt 20 Personen nach Syaya bringen sollte.
Nach einer guten Stunde Fahrt kamen wir in Syaya an und wurden sehr freundlich empfangen.
Die neue Deafschool hat ein eigenes Schulgelände, große und helle Klassenräume und einen großen Schlafsaal, in dem die über 20 taubstummen Mädchen und Jungen wohnen.
Mit einer einstündigen Verspätung startete endlich das offizielle Programm.
Verschiedene Schulen hatten traditionelle Tänze oder kleine Theaterstücke vorbereitet und präsentierten diese.
Unsere Deafs führten ein Lied auf (siehe Video und Fotos unten).
Nach zahllosen Reden und Danksagungen von Offiziellen und Sponsoren ( der Minister for "Special Education" war zu diesem Anlass aus Nairobi angereist) und einem üppigen Essen fuhren wir Nachmittags wieder nach Sega.
Auf dem Rückweg fing es an zu regnen und die Straßenverhältnisse wurden schlechter. Dies führte soweit, dass wir an einem Hügel im Schlamm stecken blieben. Nach einer knappen halben Stunde schieben und total verdreckten Klamotten konnte unsere Reise jedoch problemlos fortgeführt werden.
Dieser Ausflug war für unsere Deafs sehr schön, weil sie den ganzen Tag mit anderen Deafs verbringen konnten.
Außerdem sind für diese Kinder solche Ausflüge aus finanziellen Gründen sehr selten.
Wir unterstützten diesen Ausflug mit insgesamt 8 Euro. Davon wurde das Spritgeld bezahlt und ein Lunch für die Kinder organisiert.
Nach einer guten Stunde Fahrt kamen wir in Syaya an und wurden sehr freundlich empfangen.
Die neue Deafschool hat ein eigenes Schulgelände, große und helle Klassenräume und einen großen Schlafsaal, in dem die über 20 taubstummen Mädchen und Jungen wohnen.
Mit einer einstündigen Verspätung startete endlich das offizielle Programm.
Verschiedene Schulen hatten traditionelle Tänze oder kleine Theaterstücke vorbereitet und präsentierten diese.
Unsere Deafs führten ein Lied auf (siehe Video und Fotos unten).
Nach zahllosen Reden und Danksagungen von Offiziellen und Sponsoren ( der Minister for "Special Education" war zu diesem Anlass aus Nairobi angereist) und einem üppigen Essen fuhren wir Nachmittags wieder nach Sega.
Auf dem Rückweg fing es an zu regnen und die Straßenverhältnisse wurden schlechter. Dies führte soweit, dass wir an einem Hügel im Schlamm stecken blieben. Nach einer knappen halben Stunde schieben und total verdreckten Klamotten konnte unsere Reise jedoch problemlos fortgeführt werden.
Dieser Ausflug war für unsere Deafs sehr schön, weil sie den ganzen Tag mit anderen Deafs verbringen konnten.
Außerdem sind für diese Kinder solche Ausflüge aus finanziellen Gründen sehr selten.
Wir unterstützten diesen Ausflug mit insgesamt 8 Euro. Davon wurde das Spritgeld bezahlt und ein Lunch für die Kinder organisiert.
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Stifte für die Deafs
Heute haben Thomas und ich 16 Bleistifte (3.10€) in der Taubstummenschule verteilt.
Die Kinder, die Deafs, wie sie hier genannt werden, haben sich total gefreut.Wir haben Fotos von den Kindern mit den Stiften gemacht (siehe unten).
Es war unglaublich, wie sich die Deafs über einen, für uns so simplen, Bleistift gefreut haben.
Besonders die Jüngeren haben gar nicht mehr aufgehört zu strahlen, und wir wurden von ihnen Hand in Hand bis zum Schultor gebracht.
Am Sonntag hielt unsere Lehrerin Rosemary in der Kirche eine kleine Rede, in der sie die Christen aufrief, Taubstumme zu unterstützen.
Gestern kam ein Nachbar, der die Rede gehört hatte, mit einem ca. 17 Jahre alten Mädchen an. Ihre Mutter ist schon lange tot, der Vater paralysiert und das Mädchen taubstumm. Sie besuchte nur bis zur 2. Klasse eine Schule und verbrachte den Rest der Zeit zu Hause. Was sie jedoch da gemacht hat weiß keiner. Das Mädchen kann sich nicht verständigen und grinst immer nur, wenn man ihr etwas zeigt.
Rosemary hat eine Familie organisiert, die sich um das Mädchen kümmert und bei der sie wohnen kann.
Es gibt in Sega einige Familien, die Schulkinder aufnehmen, weil diese einfach zu weit weg wohnen. Ein Schulweg von insgesamt 3 Stunden ist hier zumutbar und teilweise auch normal.
Thomas und ich wurden gefragt, ob wir die Kosten für die Schuluniform übernehmen können. Da es nur 5.50€ sind, haben wir natürlich zugesagt.
Ohne Schuluniform fällt man hier als Jugendlicher auf und wird als dumm abgestempelt.
Mit der Uniform gehört das Mädchen optisch zur Klasse und ist kein Außenseiter mehr.
Die Bücher und Hefte bezahlt Rosemary.
An dieser Stelle möchte Ich noch einmal ganz herzlich allen Leuten danken, die mich und Sega finanziell unterstützen.
Die Kinder, die Deafs, wie sie hier genannt werden, haben sich total gefreut.Wir haben Fotos von den Kindern mit den Stiften gemacht (siehe unten).
Es war unglaublich, wie sich die Deafs über einen, für uns so simplen, Bleistift gefreut haben.
Besonders die Jüngeren haben gar nicht mehr aufgehört zu strahlen, und wir wurden von ihnen Hand in Hand bis zum Schultor gebracht.
Am Sonntag hielt unsere Lehrerin Rosemary in der Kirche eine kleine Rede, in der sie die Christen aufrief, Taubstumme zu unterstützen.
Gestern kam ein Nachbar, der die Rede gehört hatte, mit einem ca. 17 Jahre alten Mädchen an. Ihre Mutter ist schon lange tot, der Vater paralysiert und das Mädchen taubstumm. Sie besuchte nur bis zur 2. Klasse eine Schule und verbrachte den Rest der Zeit zu Hause. Was sie jedoch da gemacht hat weiß keiner. Das Mädchen kann sich nicht verständigen und grinst immer nur, wenn man ihr etwas zeigt.
Rosemary hat eine Familie organisiert, die sich um das Mädchen kümmert und bei der sie wohnen kann.
Es gibt in Sega einige Familien, die Schulkinder aufnehmen, weil diese einfach zu weit weg wohnen. Ein Schulweg von insgesamt 3 Stunden ist hier zumutbar und teilweise auch normal.
Thomas und ich wurden gefragt, ob wir die Kosten für die Schuluniform übernehmen können. Da es nur 5.50€ sind, haben wir natürlich zugesagt.
Ohne Schuluniform fällt man hier als Jugendlicher auf und wird als dumm abgestempelt.
Mit der Uniform gehört das Mädchen optisch zur Klasse und ist kein Außenseiter mehr.
Die Bücher und Hefte bezahlt Rosemary.
An dieser Stelle möchte Ich noch einmal ganz herzlich allen Leuten danken, die mich und Sega finanziell unterstützen.
Freitag, 1. Oktober 2010
Mittwoch, 22. September 2010
Mzungu in Nyanza
Thomas und ich leben in Westkenia in der Nähe des Viktoriasees. Neben der Massaimara und dem Hells Gate gibt es nicht viele touristische Attraktionen in Westkenia. Der Viktoriasee ist nicht zum Baden geeignet und Kisumu ist nicht unbedingt sehenswert, deshalb leben und sind hier nicht viele weiße Menschen. Wenn man mehr Weiße sehen will, muss man nach Kisumu in das deutsche Restaurant Green Garden (Rekord bis jetzt 13 Weiße an einem Tag) gehen.
Neben der Kolpingfamilie sind wir die einzigen Weißen in Sega. Für Viele sind wir vielleicht sogar die ersten Weißen, die man anfassen kann. Besonders kleine Kinder sind sehr fasziniert von uns. Wir haben uns schon daran gewöhnt, von einer kleinen Kinderschar begleitet zu werden..
Für die kleinen Kinder gibt es keine Unterschiede zwischen Weißen. Wir wurden auch schon Tobi und Christian ( unsere komplett anders aussehenden Vorgänger) genannt, oder man wird gefragt, ob man zum Beispiel aus Japan kommt.
Es kann auch schon mal vorkommen, dass man Frauen von irgendwelchen Männern angeboten bekommt. ( I`ve got a nice black student for you), oder dass wir mehr oder weniger auffällig fotografiert werden. Ich falle besonders durch meine blonden Haare sehr auf.
An einem Freitag warteten wir in der Mega City Mall auf Father Ben und ein Lehrer kam auf Thomas, Eileen, Tina und mich zu und fragte, ob es ok wäre, wenn er EIN Foto von uns mit den Schülern ( ca. 40) machen könnte. Thomas und ich willigten ein und sagten, EIN Foto wäre ok. Das erste Mädchen setzte sich zwischen uns, nahm unsere Hand und grinste. Danach kam das nächste und das nächste und das nächste......, nach ca. 30 Schülerinnen kam ein Securityman und scheuchte den Lehrer mit den Schülerinnen fort.
Ein anderes Phänomen ist, dass die Afrikaner denken, wir würden alles können, nur weil wir weiß sind. Natürlich haben Thomas und ich schon alle möglichen Studiengänge hinter uns und können daher alle Aufgaben meistern:P So sind wir zum Beispiel mit 11 weiteren Kenianern für 75000 Bauern zuständig, denen wir effizienteres Anbauen (z.B. durch Gentechnik) erklären sollen. Das wir davon gar keine Ahnung haben ist hier unwichtig, denn wir sind ja weiß.
Als Weißer hat man natürlich auch unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten. Man wird sehr selten direkt nach Geld gefragt, aber sehr oft indirekt. Zum Beispiel zeigte uns die Leiterin des Krankenhauses zuerst alle Gebäude und Instrumente, die mit Spenden angeschafft wurden hre Führung beendete sie dann mit dem Satz: “We all hope that we'll got even SOME MORE in the future”. Lawrence , nicht unser Father, der Leiter des Aggriculutreprojects zeigte uns den kleinen Laden, in dem die Bauern Samen und Dünger kaufen können. Die Regale waren sehr leer,” because right now we have a very low capital but in the future”, deutlicher Blick zu uns,” we will have way more. what do you think“?. Diese Anspielung ignorierten wir einfach dezent.
Die Spenden, die ich gesammelt habe, werde ich über Father Lawrence verteilen lassen, sonst steht das ganze Dorf vor unserer Tür und jeder möchte unser Geld. Doch zuerst wollen wir uns in den Projekten einarbeiten und nach 1- 2 Monaten die ersten Spendengelder auszahlen.
Die Kenianer sind sehr freundlich und hilfsbereit Man wird auch ab und zu von irgendjemanden angerufen, der einfach nur wissen möchte, ob alles gut bei uns ist oder ob wir irgendwelche Hilfe brauchen. Besonders Father Lawrence und Frederic sind sehr lieb und fürsorglich.
Neben der Kolpingfamilie sind wir die einzigen Weißen in Sega. Für Viele sind wir vielleicht sogar die ersten Weißen, die man anfassen kann. Besonders kleine Kinder sind sehr fasziniert von uns. Wir haben uns schon daran gewöhnt, von einer kleinen Kinderschar begleitet zu werden..
Für die kleinen Kinder gibt es keine Unterschiede zwischen Weißen. Wir wurden auch schon Tobi und Christian ( unsere komplett anders aussehenden Vorgänger) genannt, oder man wird gefragt, ob man zum Beispiel aus Japan kommt.
Es kann auch schon mal vorkommen, dass man Frauen von irgendwelchen Männern angeboten bekommt. ( I`ve got a nice black student for you), oder dass wir mehr oder weniger auffällig fotografiert werden. Ich falle besonders durch meine blonden Haare sehr auf.
An einem Freitag warteten wir in der Mega City Mall auf Father Ben und ein Lehrer kam auf Thomas, Eileen, Tina und mich zu und fragte, ob es ok wäre, wenn er EIN Foto von uns mit den Schülern ( ca. 40) machen könnte. Thomas und ich willigten ein und sagten, EIN Foto wäre ok. Das erste Mädchen setzte sich zwischen uns, nahm unsere Hand und grinste. Danach kam das nächste und das nächste und das nächste......, nach ca. 30 Schülerinnen kam ein Securityman und scheuchte den Lehrer mit den Schülerinnen fort.
Ein anderes Phänomen ist, dass die Afrikaner denken, wir würden alles können, nur weil wir weiß sind. Natürlich haben Thomas und ich schon alle möglichen Studiengänge hinter uns und können daher alle Aufgaben meistern:P So sind wir zum Beispiel mit 11 weiteren Kenianern für 75000 Bauern zuständig, denen wir effizienteres Anbauen (z.B. durch Gentechnik) erklären sollen. Das wir davon gar keine Ahnung haben ist hier unwichtig, denn wir sind ja weiß.
Als Weißer hat man natürlich auch unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten. Man wird sehr selten direkt nach Geld gefragt, aber sehr oft indirekt. Zum Beispiel zeigte uns die Leiterin des Krankenhauses zuerst alle Gebäude und Instrumente, die mit Spenden angeschafft wurden hre Führung beendete sie dann mit dem Satz: “We all hope that we'll got even SOME MORE in the future”. Lawrence , nicht unser Father, der Leiter des Aggriculutreprojects zeigte uns den kleinen Laden, in dem die Bauern Samen und Dünger kaufen können. Die Regale waren sehr leer,” because right now we have a very low capital but in the future”, deutlicher Blick zu uns,” we will have way more. what do you think“?. Diese Anspielung ignorierten wir einfach dezent.
Die Spenden, die ich gesammelt habe, werde ich über Father Lawrence verteilen lassen, sonst steht das ganze Dorf vor unserer Tür und jeder möchte unser Geld. Doch zuerst wollen wir uns in den Projekten einarbeiten und nach 1- 2 Monaten die ersten Spendengelder auszahlen.
Die Kenianer sind sehr freundlich und hilfsbereit Man wird auch ab und zu von irgendjemanden angerufen, der einfach nur wissen möchte, ob alles gut bei uns ist oder ob wir irgendwelche Hilfe brauchen. Besonders Father Lawrence und Frederic sind sehr lieb und fürsorglich.
Montag, 20. September 2010
Die ersten 14 Tage
So, jetzt bin ich schon fast 2 Wochen in Sega und Thomas und ich haben uns schon richtig gut eingelebt. Die letzte Woche haben wir uns die ganzen Projekte angeschaut und einen Wochenplan erstellt. Überall wurden wir sehr herzlich empfangen und jeder würde uns am liebsten die ganze Woche lang beanspruchen, doch unser Wochenplan steht jetzt so gut wie fest.
Heute haben wir im Krankenhaus gearbeitet. Wir mussten kleine Kinder wiegen, die Kasse bedienen und die Impfpässe aktualisieren. Die kleinen afrikanischen Babys sind wirklich putzig=)
Dienstags ist office day, Wir müssen Dokumente vervielfältigen, die Bücher führen und Lawrence einfach helfen.
Mittwochs arbeiten wir in der Taubstummenschule, donnerstags wahrscheinlich in der Primary oder Secondary Girls School und freitags auf dem Feld. Ab Oktober kommt fast täglich noch Fußballtraining hinzu und samstags ein Spiel. Unsere Fußballmannschaft ist die Mädchenmannschaft der Sega Secondary Girl`s Boardingschool. Die Mädchen sind zwischen 16 und 18 Jahre und haben im letzten Jahr den 4. Platz beim Ostafrikacup belegt. Dieser große Erfolg hat der Mannschaft viele neue Trikotsätze, insgesamt sind es jetzt 7, und einen neuen sehr engagierten Trainer, Joseph, plus Co-Trainer beschert Joseph plant regelmäßig vor der Schule , d.h. um 6 Uhr , noch ein zusätzliches Lauftraining auf einen Berg, um die ohnehin schon sehr gute Kondition der Mädchen zu verbessern Zudem erwartet er, dass Thomas und ich einen Krafttrainingsplan erstellen. Wir haben uns schon einige Übungen aus diversen Büchern und Internetseiten zusammengesucht und werden sie diese Woche bei der Trainerbesprechung präsentieren. Trotz des großen Erfolgs haben noch nicht alle Mädchen eigene Fußballschuhe. Beim Training wird mit den normalen Schuhen gespielt, damit die Fußballschuhe geschont und beim Spiel verwendet werden können.
Am Freitag sind wir mit Lawrence nach Kisumu gefahren. Das erste Mal in unserem Leben fuhren wir in einem Matatu. Ein Matatu ist hier meistens ein Toyota Hiaz, in den 15 Sitze gequetscht werden. Die meisten Matatus fahren aber unter 20 Fahrgästen nicht los.
dDr Rekord bei uns waren 31 Leute plus das Wochenendgepäck von uns und der Kolpingfamilie).
Es gibt verschiedene Arten von Matatus, ältere und neuere, verbeulte und weniger verbeulte, einige haben Anschnallgurte, andere nur eine Holzbank, auch Partymatatus mit Lichtorgeln und fetten Boxen gibt es...
Neben dem Matatufahrer gibt es einen Mann, eine Art Promoter, der versucht Fahrgäste zu gewinnen und der während der Fahrt den Fahrpreis kassiert.. Diese Promotor sind natürlich total begeistert, wenn Weiße auftauchen. Schon nach kurzer Zeit ist man von einer Menge umringt, die an uns ziehen und uns zutexten.
Der Fahrpreis wird vorher ausgehandelt und ist abhänigig von dem Matatu. Eine Fahrt von Sega nach Kisumu kostet ungefähr 2 Euro.
In Kisumu regelten wir mit Lawrence ein paar Sachen und trafen uns mittags mit den anderen Deutschen. Abends gingen wir mit unseren Priestern das erste mal in eine Disco, dies war ein einmaliges und sehr lustiges Erlebnis.
Samstagmorgen sind Thomas und ich mit der Kolpingfamilie in den Kakamegaforrest gefahren. Wir organisierten uns ein Matatu, das uns direkt nach Kakamega fuhr. Unser Fahrer wählte einen Shortcut und nach nur 1.5 Stunden waren wir in Kakamega. Unsere Fahrt wurde durch alte Popmusik, wie You`re my heart von Modern Talking, die in einer unerträglichen Lautstärke aus den Lautsprechern schallte, begleitet.
Vor der Reise hatten wir uns schon eine billige Unterkunft mit warmen Duschen in einem Naturprojekt organisiert. Unser Führer holte uns in der Stadt ab und brachte uns in unsere Hütten. Nach einem kleinen selbst mitgebrachten Abendessen ging es sehr früh ins Bett, denn Sonntags standen wir um halb 4 morgens auf. Nach einem kurzen Frühstück starten wir begeleitet von unserm Führer eine 7h Wanderung durch den Regenwald. Die Wanderung war sehr anstrengend und interessant, jedoch nicht so spektakulär, wie wir sie uns vorgestellt hatten.
Gegen Abend trafen wir wieder in Sega ein, wo ein kühler Kasten Bier von Pater Lawrence auf uns wartete.=)
Unser Haus haben Thomas und ich jetzt fast soweit auf Vordermann gebracht. DasBadezimmer mit Duschkonstruktion ist so gut wie fertig und Viper hat eine Hundeleine plus Halsband, sodass wir mit ihr endlich Gassi gehen können ( vorher konnten wir sie nur in den Garten lassen, da sie aus Prinzip alle fremden Leute bespring und die Hühner reißen würde). Wir haben jetzt überall im Haus Kerzen stehen, da der Strom im Moment 3-4x am Tag ausfällt.
Fotos vom Wochenende,, ein Bericht über unseren Parish und wie wir von den Schwarzen aufgenommen werden, kommen bald. Oriti=)
Heute haben wir im Krankenhaus gearbeitet. Wir mussten kleine Kinder wiegen, die Kasse bedienen und die Impfpässe aktualisieren. Die kleinen afrikanischen Babys sind wirklich putzig=)
Dienstags ist office day, Wir müssen Dokumente vervielfältigen, die Bücher führen und Lawrence einfach helfen.
Mittwochs arbeiten wir in der Taubstummenschule, donnerstags wahrscheinlich in der Primary oder Secondary Girls School und freitags auf dem Feld. Ab Oktober kommt fast täglich noch Fußballtraining hinzu und samstags ein Spiel. Unsere Fußballmannschaft ist die Mädchenmannschaft der Sega Secondary Girl`s Boardingschool. Die Mädchen sind zwischen 16 und 18 Jahre und haben im letzten Jahr den 4. Platz beim Ostafrikacup belegt. Dieser große Erfolg hat der Mannschaft viele neue Trikotsätze, insgesamt sind es jetzt 7, und einen neuen sehr engagierten Trainer, Joseph, plus Co-Trainer beschert Joseph plant regelmäßig vor der Schule , d.h. um 6 Uhr , noch ein zusätzliches Lauftraining auf einen Berg, um die ohnehin schon sehr gute Kondition der Mädchen zu verbessern Zudem erwartet er, dass Thomas und ich einen Krafttrainingsplan erstellen. Wir haben uns schon einige Übungen aus diversen Büchern und Internetseiten zusammengesucht und werden sie diese Woche bei der Trainerbesprechung präsentieren. Trotz des großen Erfolgs haben noch nicht alle Mädchen eigene Fußballschuhe. Beim Training wird mit den normalen Schuhen gespielt, damit die Fußballschuhe geschont und beim Spiel verwendet werden können.
Am Freitag sind wir mit Lawrence nach Kisumu gefahren. Das erste Mal in unserem Leben fuhren wir in einem Matatu. Ein Matatu ist hier meistens ein Toyota Hiaz, in den 15 Sitze gequetscht werden. Die meisten Matatus fahren aber unter 20 Fahrgästen nicht los.
dDr Rekord bei uns waren 31 Leute plus das Wochenendgepäck von uns und der Kolpingfamilie).
Es gibt verschiedene Arten von Matatus, ältere und neuere, verbeulte und weniger verbeulte, einige haben Anschnallgurte, andere nur eine Holzbank, auch Partymatatus mit Lichtorgeln und fetten Boxen gibt es...
Neben dem Matatufahrer gibt es einen Mann, eine Art Promoter, der versucht Fahrgäste zu gewinnen und der während der Fahrt den Fahrpreis kassiert.. Diese Promotor sind natürlich total begeistert, wenn Weiße auftauchen. Schon nach kurzer Zeit ist man von einer Menge umringt, die an uns ziehen und uns zutexten.
Der Fahrpreis wird vorher ausgehandelt und ist abhänigig von dem Matatu. Eine Fahrt von Sega nach Kisumu kostet ungefähr 2 Euro.
In Kisumu regelten wir mit Lawrence ein paar Sachen und trafen uns mittags mit den anderen Deutschen. Abends gingen wir mit unseren Priestern das erste mal in eine Disco, dies war ein einmaliges und sehr lustiges Erlebnis.
Samstagmorgen sind Thomas und ich mit der Kolpingfamilie in den Kakamegaforrest gefahren. Wir organisierten uns ein Matatu, das uns direkt nach Kakamega fuhr. Unser Fahrer wählte einen Shortcut und nach nur 1.5 Stunden waren wir in Kakamega. Unsere Fahrt wurde durch alte Popmusik, wie You`re my heart von Modern Talking, die in einer unerträglichen Lautstärke aus den Lautsprechern schallte, begleitet.
Vor der Reise hatten wir uns schon eine billige Unterkunft mit warmen Duschen in einem Naturprojekt organisiert. Unser Führer holte uns in der Stadt ab und brachte uns in unsere Hütten. Nach einem kleinen selbst mitgebrachten Abendessen ging es sehr früh ins Bett, denn Sonntags standen wir um halb 4 morgens auf. Nach einem kurzen Frühstück starten wir begeleitet von unserm Führer eine 7h Wanderung durch den Regenwald. Die Wanderung war sehr anstrengend und interessant, jedoch nicht so spektakulär, wie wir sie uns vorgestellt hatten.
Gegen Abend trafen wir wieder in Sega ein, wo ein kühler Kasten Bier von Pater Lawrence auf uns wartete.=)
Unser Haus haben Thomas und ich jetzt fast soweit auf Vordermann gebracht. DasBadezimmer mit Duschkonstruktion ist so gut wie fertig und Viper hat eine Hundeleine plus Halsband, sodass wir mit ihr endlich Gassi gehen können ( vorher konnten wir sie nur in den Garten lassen, da sie aus Prinzip alle fremden Leute bespring und die Hühner reißen würde). Wir haben jetzt überall im Haus Kerzen stehen, da der Strom im Moment 3-4x am Tag ausfällt.
Fotos vom Wochenende,, ein Bericht über unseren Parish und wie wir von den Schwarzen aufgenommen werden, kommen bald. Oriti=)
Sonntag, 12. September 2010
Erste Eindrücke Teil 2
Am Donnerstag wurden wir gegen 12 Uhr wach. Wir packten weiter aus, erkundeten die Gegend, gingen mit dem Hund spazieren und besuchten Nachmittags den Markt und erledigten ein paar Einkäufe. Von allen Kenianern die wir trafen ( und davon gibt es sehr viele draußen auf der Straße) wurden wir gemustert, freundlich begrüßt.. Die kleinen Kinder liefen sogar aus Ihren Hütten, sagten ununterbrochen How are you how are you gaben uns kurz die Hand oder bewunderten unsere weißte Haut, lachten und liefen dann wieder weg, Es ist erstaunlich mit welcher Herzlichkeit man hier aufgenommen wird, Jeder heißt uns hier willkommen und freut sich, dass wir hier sind. Da hier im Moment die kleine Regenzeit ist, regnet es ein bis zweimal am Tag. Innerhalb von einer Stunde wird der Himmel schwarz und es fängt richtig an zu schütten.
Am Freitag sind wir morgens mit der Kolpingfamilie zusammen nach Uradi gefahren. Lawrence der für 2 Tage in Nairobi ist, hatte uns einen Fahrer organisiert der uns 9 für insgesamt 15 Euro nach Uradi fuhr, Mit einer 30 minütigen Verspätung traf unser Fahrzeug, ein uralter Toyota Hillux, endlich ein. 2 stiegen vorne ins Fahrerhaus und wir andern 7 nahmen auf der Ladefläche platz. Als der Wagen endlich losfuhr, bewegten sich alle Teile auf der Ladefläche, die teilweise nur mit Seilen und Ketten zusammengehalten wurden, in verschieden Richtungen. Nachdem wir zweimal stecken geblieben sind und einmal den Wagen anschieben mussten, weil dieser einfach so ausgegangen war, erreichten wir nach knapp 2 Stunden endlich Uradi ( auf dem Rückweg brauchten wir in der Dunkelheit mit Father Ben nur 50 min). In Uradi angekommen trafen wir Eileen und Christina und besuchten alle zusammen eine Schule und einen Kindergarten. Auf dem Schulgelände fingen sich die kleinen Kinder an zu streiten wer uns an der Hand halten durfte. Unser weiße Hautfarbe war auch hier absolut auffallend und interessant für die Kinder. Eins sagte sogar zu mir: du bist ja gar nicht kalt, obwohl deine Haut weiß ist. Absolutes Highlit waren meine hellen Arm- und Beinhaare. Zurück auf dem Kirchengelände gab es Mittagessen in Uradi. Ich aß nix, da ich wegen einer kleinen Magenverstimmung fast die ganze Nacht auf dem Klo verbracht habe. Nach dem Mittagessen pflanzten wir Bäume und bauten aus Holz, dass wir vorher mit Macheten gehackt hatten, einen Zaun, der die Ziegen davon abhalten soll die Bäume zu fressen. Nach dem Abendessen fuhr Ben uns in seinem neuen Hillux wieder nach Hause. Zu 13. befanden wir uns auf dem Pick-up, der eig nur für 6 Leute vorgesehen ist.
Am Samstag morgen standen wir um 5.30 Uhr auf um mit der Kolpingfamilie zusammen am Charity Walk teilzunehmen. Über 1000 Leute nahmen an dieser Veranstaltung teil. Das Geld wurde für einen neuen Schlafsaal der Mädchenschule gesammelt.
Mittags fuhren wir mit der Uradigruppe nach Kisumu( durch Ugunja und Luanda).
Wir kauften unter anderem einen Kasten Bier für die ganze Gruppe für 20 Euro ( die Regierung hat sich überlegt Bier sehr teuer zu machen, damit die Leute nicht viel trinken. Eine kleine Flasche Schnaps bekommt man jedoch schon ab 1.50).
Heute morgen (Sonntag) war unsere erste richtige afrikanische Messe. Um 5.30 mussten wir aufstehen, damit wir pünktlich um 7 in der Kirche waren ( Frühstück dauert hier mit 9 Leuten eine Stunde (inkl Spülen). Da Lawrence gestern Abend noch in Nairobi war, fiel gestern die Jugendmesse aus. Das heißt es wurden 2 Messen in einer gefeiert. Deshalb war die Kirche mehr als überfüllt. Es wurden ca. 25 Bänke vor der Kirche noch aufgebaut damit jeder einen Platz bekommen konnte. Die Messe hier ist wesentlich lebendiger als in Deutschland. So gibt es z.b. 20 kleine Mädchen und Jungs, die fast die ganze Messe nur tanzen. Nach 2.5h Gottesdienst wurden wir am Ende der Gemeinde vorgestellt. Lawrence meinte gestern noch zu uns wir sollen irgendwas deutsches machen.Deshalb spielte ich auf dem Saxophon (alle dachten es sei eine komische Flöte) "Danke für diesen Guten Morgen" und die anderen sangen dazu. Die Kenianer waren total begeistert von unser Begrüßung, weil wir uns teilweise sogar auf Luo vorstellten,. Nach der Messe gaben wir der halben Gemeinde die Hand und jeder sagte unseren Namen auf Luo ( Ich heiße hier Mo Othiambo).
So jetzt muss ich zum Mittagessen, Macht es gut... Mo=)
Am Freitag sind wir morgens mit der Kolpingfamilie zusammen nach Uradi gefahren. Lawrence der für 2 Tage in Nairobi ist, hatte uns einen Fahrer organisiert der uns 9 für insgesamt 15 Euro nach Uradi fuhr, Mit einer 30 minütigen Verspätung traf unser Fahrzeug, ein uralter Toyota Hillux, endlich ein. 2 stiegen vorne ins Fahrerhaus und wir andern 7 nahmen auf der Ladefläche platz. Als der Wagen endlich losfuhr, bewegten sich alle Teile auf der Ladefläche, die teilweise nur mit Seilen und Ketten zusammengehalten wurden, in verschieden Richtungen. Nachdem wir zweimal stecken geblieben sind und einmal den Wagen anschieben mussten, weil dieser einfach so ausgegangen war, erreichten wir nach knapp 2 Stunden endlich Uradi ( auf dem Rückweg brauchten wir in der Dunkelheit mit Father Ben nur 50 min). In Uradi angekommen trafen wir Eileen und Christina und besuchten alle zusammen eine Schule und einen Kindergarten. Auf dem Schulgelände fingen sich die kleinen Kinder an zu streiten wer uns an der Hand halten durfte. Unser weiße Hautfarbe war auch hier absolut auffallend und interessant für die Kinder. Eins sagte sogar zu mir: du bist ja gar nicht kalt, obwohl deine Haut weiß ist. Absolutes Highlit waren meine hellen Arm- und Beinhaare. Zurück auf dem Kirchengelände gab es Mittagessen in Uradi. Ich aß nix, da ich wegen einer kleinen Magenverstimmung fast die ganze Nacht auf dem Klo verbracht habe. Nach dem Mittagessen pflanzten wir Bäume und bauten aus Holz, dass wir vorher mit Macheten gehackt hatten, einen Zaun, der die Ziegen davon abhalten soll die Bäume zu fressen. Nach dem Abendessen fuhr Ben uns in seinem neuen Hillux wieder nach Hause. Zu 13. befanden wir uns auf dem Pick-up, der eig nur für 6 Leute vorgesehen ist.
Am Samstag morgen standen wir um 5.30 Uhr auf um mit der Kolpingfamilie zusammen am Charity Walk teilzunehmen. Über 1000 Leute nahmen an dieser Veranstaltung teil. Das Geld wurde für einen neuen Schlafsaal der Mädchenschule gesammelt.
Mittags fuhren wir mit der Uradigruppe nach Kisumu( durch Ugunja und Luanda).
Wir kauften unter anderem einen Kasten Bier für die ganze Gruppe für 20 Euro ( die Regierung hat sich überlegt Bier sehr teuer zu machen, damit die Leute nicht viel trinken. Eine kleine Flasche Schnaps bekommt man jedoch schon ab 1.50).
Heute morgen (Sonntag) war unsere erste richtige afrikanische Messe. Um 5.30 mussten wir aufstehen, damit wir pünktlich um 7 in der Kirche waren ( Frühstück dauert hier mit 9 Leuten eine Stunde (inkl Spülen). Da Lawrence gestern Abend noch in Nairobi war, fiel gestern die Jugendmesse aus. Das heißt es wurden 2 Messen in einer gefeiert. Deshalb war die Kirche mehr als überfüllt. Es wurden ca. 25 Bänke vor der Kirche noch aufgebaut damit jeder einen Platz bekommen konnte. Die Messe hier ist wesentlich lebendiger als in Deutschland. So gibt es z.b. 20 kleine Mädchen und Jungs, die fast die ganze Messe nur tanzen. Nach 2.5h Gottesdienst wurden wir am Ende der Gemeinde vorgestellt. Lawrence meinte gestern noch zu uns wir sollen irgendwas deutsches machen.Deshalb spielte ich auf dem Saxophon (alle dachten es sei eine komische Flöte) "Danke für diesen Guten Morgen" und die anderen sangen dazu. Die Kenianer waren total begeistert von unser Begrüßung, weil wir uns teilweise sogar auf Luo vorstellten,. Nach der Messe gaben wir der halben Gemeinde die Hand und jeder sagte unseren Namen auf Luo ( Ich heiße hier Mo Othiambo).
So jetzt muss ich zum Mittagessen, Macht es gut... Mo=)
Erste Eindrücke Teil 1
Nach einem relativ emotionalen Abschied, der für mich schon am Freitag begonnen hatte, ging es am Dienstag endlich nach Kenia.
Mit einer einstündigen Verspätung hoben wir um 16 Uhr Richtung Kairo ab und nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder mit Egypt Air weiter nach Nairobi. Beide Flüge waren bis auf das Unterhaltungsprogramm sehr angenehm, da Thomas und ich immer sitze am Notausgang hatten.
In Nairobi angekommen, mussten wir, nachdem wir die Einreiseerlaubnisse ausgefüllt und abgegeben hatten und unser Gepäck ( Ich hatte mit dem Handgepäck zusammen 62kg), den Flughafen wechseln. Dies war jedoch kein Problem, da der International und der Domestic Airport direkt nebeneinander liegen. Nach 4 Stunden ging es dann mit einer kleinen alten deutschen Maschine weiter nach Kisumu. Der Flug dauerte nur 45min und wir landeten pünktlich um viertel nach 8 morgens. Das Flugzeug hielt einfach irgendwo auf der Landebahn und alle mussten durch die Nottreppe das Flugzeug verlassen und einmal quer über die Landebahn laufen. Ein Flughafengebäude mit einem Gepäckband oder ähnlichem gab es nicht. Unser Gepäck wurde einfach auf eine Wiese gelegt und jeder nahm sich seine Koffer. Als alle endlich ihr Gepäck hatten, passierten wir einen 2m hohen Gartenzaun, der den Flughafen von der Straße trennt, und sahen Father Ben ( Uradi) und Father Matthew (Lwak), die schon auf uns warteten. Wir fuhren gemeinsam in das Zentrum Kisumu`s und trafen dort endlich unseren Father, Father Lawrence und Father Clement.Lawrence. Lawrence ist 35 Jahre alt ( so genau weiß er das auch nicht) und ein sehr lustiger und freundlicher Mann.
Er holte uns in seinem Peugeot 405 GL ab, der älter ist als er selbst.
Da der Kofferraum nur wenn man Glück hat aufgeht, mussten wir unsere 4 Koffer 2 Saxophone und 2 Rucksäcke durch die Rückbank in den Kofferraum hieven. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir alle in das Restaurant Green Garden und aßen dort sehr lecker zu Mittag. Der besagte Peugeot ging nach 3 Versuchen endlich an und setzte sich mit einem unglaublichen Lärm in Bewegung. Alle Anzeigen in diesem Wagen funktionieren nicht mehr und jegliche Sonderausstattungen wie Lüftung und Radio wurden ausgebaut. Das wichtigste, die Hupe funktioniert jedoch. Da die Vorderachse des Peugeots kaputt ist musste Lawrence immer halb links einschlagen um geradeaus zu fahren. Nach einem kurzen Stopp in einem großen Einkaufszentrum ging es endlich nach Sega. Die Straße von Kisumu nach Sega ist zwar weitestgehend geteert, jedoch voll mit Schlaglöchern. Es wird Rechts und Links überholt und ununterbrochen gehupt. Ein Schlagloch war sogar so tief, dass der Wagen komplett verschwand.
Nach einer 90 minütigen Fahrt erreichten wir endlich nachmittags um halb 5 Sega.
Unser Haus liegt auf dem Parish, welches aus der Kirche und knapp 10 Häusern besteht.
Unser Haus besteht aus einem großen Wohnzimmer mit Sofa und 2 Sesseln. 3 Schlafzimmern und einem Badezimmer. Die Lampen funktionieren im Moment nur in unseren Zimmern und im Wohnzimmer. Geduscht ( eine richtige Dusche gibt es nicht sondern nur ein Wasserhahn unter den man sich wäscht) wurde bei Kerzenschein.
In dem einem Schlafzimmer wohnt im Moment Michael. Michael ist ein der einzige deutsche Junge einer 7 köpfigen ca gleichaltrigen Gruppe der Kolpingfamilie, die hier noch 3 Wochen in Sega sein werden.
In unserm Garten ist der Hundezwinger ( ein ca 2x1.50 großes Gehege mit Hundehütte), in dem Viper unsere deutsche Schäferhündin lebt. Viper ist total verspielt und lieb, jedoch bellt sie ununterbrochen. Wie fast alle Hunde hier ist Viper ein Universaleater und bekommt daher immer die Essensreste.
Am ende des Gartens ist ein kleines Haus in dem der nette Missionar Frederic wohnt. Frederic ist total begeistert von unserem Subwoofer und kommt oft zu uns rüber um mit uns R&B und Hip-Hop zu hören.Nach dem ersten gemeinsamen Essen und der Übergabe der Gastgeschenke, über die sich Lawrence sehr freute gingen Thomas und Ich sehr früh ins Bett.
Mit einer einstündigen Verspätung hoben wir um 16 Uhr Richtung Kairo ab und nach einem kurzen Aufenthalt ging es wieder mit Egypt Air weiter nach Nairobi. Beide Flüge waren bis auf das Unterhaltungsprogramm sehr angenehm, da Thomas und ich immer sitze am Notausgang hatten.
In Nairobi angekommen, mussten wir, nachdem wir die Einreiseerlaubnisse ausgefüllt und abgegeben hatten und unser Gepäck ( Ich hatte mit dem Handgepäck zusammen 62kg), den Flughafen wechseln. Dies war jedoch kein Problem, da der International und der Domestic Airport direkt nebeneinander liegen. Nach 4 Stunden ging es dann mit einer kleinen alten deutschen Maschine weiter nach Kisumu. Der Flug dauerte nur 45min und wir landeten pünktlich um viertel nach 8 morgens. Das Flugzeug hielt einfach irgendwo auf der Landebahn und alle mussten durch die Nottreppe das Flugzeug verlassen und einmal quer über die Landebahn laufen. Ein Flughafengebäude mit einem Gepäckband oder ähnlichem gab es nicht. Unser Gepäck wurde einfach auf eine Wiese gelegt und jeder nahm sich seine Koffer. Als alle endlich ihr Gepäck hatten, passierten wir einen 2m hohen Gartenzaun, der den Flughafen von der Straße trennt, und sahen Father Ben ( Uradi) und Father Matthew (Lwak), die schon auf uns warteten. Wir fuhren gemeinsam in das Zentrum Kisumu`s und trafen dort endlich unseren Father, Father Lawrence und Father Clement.Lawrence. Lawrence ist 35 Jahre alt ( so genau weiß er das auch nicht) und ein sehr lustiger und freundlicher Mann.
Er holte uns in seinem Peugeot 405 GL ab, der älter ist als er selbst.
Da der Kofferraum nur wenn man Glück hat aufgeht, mussten wir unsere 4 Koffer 2 Saxophone und 2 Rucksäcke durch die Rückbank in den Kofferraum hieven. Nachdem dies erledigt war, fuhren wir alle in das Restaurant Green Garden und aßen dort sehr lecker zu Mittag. Der besagte Peugeot ging nach 3 Versuchen endlich an und setzte sich mit einem unglaublichen Lärm in Bewegung. Alle Anzeigen in diesem Wagen funktionieren nicht mehr und jegliche Sonderausstattungen wie Lüftung und Radio wurden ausgebaut. Das wichtigste, die Hupe funktioniert jedoch. Da die Vorderachse des Peugeots kaputt ist musste Lawrence immer halb links einschlagen um geradeaus zu fahren. Nach einem kurzen Stopp in einem großen Einkaufszentrum ging es endlich nach Sega. Die Straße von Kisumu nach Sega ist zwar weitestgehend geteert, jedoch voll mit Schlaglöchern. Es wird Rechts und Links überholt und ununterbrochen gehupt. Ein Schlagloch war sogar so tief, dass der Wagen komplett verschwand.
Nach einer 90 minütigen Fahrt erreichten wir endlich nachmittags um halb 5 Sega.
Unser Haus liegt auf dem Parish, welches aus der Kirche und knapp 10 Häusern besteht.
Unser Haus besteht aus einem großen Wohnzimmer mit Sofa und 2 Sesseln. 3 Schlafzimmern und einem Badezimmer. Die Lampen funktionieren im Moment nur in unseren Zimmern und im Wohnzimmer. Geduscht ( eine richtige Dusche gibt es nicht sondern nur ein Wasserhahn unter den man sich wäscht) wurde bei Kerzenschein.
In dem einem Schlafzimmer wohnt im Moment Michael. Michael ist ein der einzige deutsche Junge einer 7 köpfigen ca gleichaltrigen Gruppe der Kolpingfamilie, die hier noch 3 Wochen in Sega sein werden.
In unserm Garten ist der Hundezwinger ( ein ca 2x1.50 großes Gehege mit Hundehütte), in dem Viper unsere deutsche Schäferhündin lebt. Viper ist total verspielt und lieb, jedoch bellt sie ununterbrochen. Wie fast alle Hunde hier ist Viper ein Universaleater und bekommt daher immer die Essensreste.
Am ende des Gartens ist ein kleines Haus in dem der nette Missionar Frederic wohnt. Frederic ist total begeistert von unserem Subwoofer und kommt oft zu uns rüber um mit uns R&B und Hip-Hop zu hören.Nach dem ersten gemeinsamen Essen und der Übergabe der Gastgeschenke, über die sich Lawrence sehr freute gingen Thomas und Ich sehr früh ins Bett.
Dienstag, 17. August 2010
SPENDEN
Wer das Projekt in Kenia unterstützen möchte, kann dies gerne durch Spenden.
Ich habe extra für diesen Zweck ein Konto bei der Deutschen Bank eingerichtet.
Die Spenden fließen in die Gemeinde vor Ort und alle Investitionen werden mit dem Pfarrer abgesprochen.
Vielen Dank!
Moritz Sprenker
Deutsche Bank
Kontonummer-0995357
Bankleitzahl: 380 700 24
Stichwort: Sega / Name
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